Josa Barck hinterfragt auf Doppelalbum An Exile’s Guide To Amnesty Werte und Normen

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Josa Barcks zweites Album An Exile’s Guide To Amnesty ist ein sehr persönliches, das gleich in zwei Hälften (Part I + II) daherkommt. Der erste Teil, An Exile’s Guide To Amnesty [Part I], erschien am 11.11.22 via popup-records. Synth-Pop-Musiker Josa Barck vergleicht darin seine Kindheit und Erziehung mit der heutigen Gesellschaft und ihren unterschiedlichen Generationen. Unter anderem reflektiert und kritisiert der Däne das binäre Schubladendenken, das für Männer und Frauen strikte Charaktereigenschaften und Interessen vorschreibt und wenig Raum für individuelle Entwicklungsmöglichkeiten lässt.

Auf seinem neuen Album thematisiert Josa Barck seinen geglückten Selbstfindungsprozess und die Ablösung von für ihn veraltete gesellschaftliche Normen und Erwartungen. Trotz impliziter Kritik an seine Generation ist das zentrale Anliegen des Longplayers kein Konflikt innerhalb einer oder zwischen mehreren Generationen; vielmehr stelle die LP die positive und befreiende Erfahrung der Selbstfindung in den Vordergrund: a battle with an unfortunate childhood in a culture that tells you who and what you should be, and coming out happy and relieved.

„I often identify much easier with people 10-15 years younger than myself. I find that we fight the same battle. A battle that I sometimes feel my generation is neglecting. I see people my own age slowly glide in to some of the patterns I thought we were all trying to change, and adopt a lifestyle that I firmly oppose. Sometimes it seems that the most progressive thing for me to do now – is to just do nothing; at least not grow up.“

An Exile’s Guide To Amnesty [Part I] appelliert daher nicht nur an uns alle, alte Strukturen zu überdenken, sondern feiert die Annahme und Akzeptanz des Neuen. Damit ermutigt die LP ihre Zuhörer:innen, die Welt in einem neuen und hellen Licht zu sehen. Dieser zuversichtliche Blick in die Zukunft spiegelt sich in der verträumten und optimistisch klingenden Soundlandschaft des Albums wider, trotz der melancholischen Lyrics.

Mit seinem zweiten Album hinterfragt Josa Barck nicht nur generationelle Strukturen, sondern auch das klassische Albumformat. An Exile’s Guide To Amnesty wird als zwei separate Hälften veröffentlicht – als Part I und Part II. Inhaltlich ergänzen sich die beiden Teile, wobei die Stimmung und der Blickwinkel sich jeweils radikal voneinander unterscheiden, aber nichtsdestotrotz thematisch und musikalisch zusammengehören.

Über sein Doppelalbum sagt Josa Barck: “So the first album will be the most depressing party-album you’ll ever hear – And then the other half will be the most uplifting depressed album you’ll ever hear. Put the two together, and you’ll have the longest, most diverse, and artsy nuanced album that you’ll ever hear.”

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PHOTOCREDIT: Josa Barck (C) BY Josa Barck via popup-records

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