Am 2. September 2022 erschien die neue EP The Year We Lost des britischen Singer-Songwriters Jack in Water via popup-records und 3Notes. Hinter Jack in Water steckt der Musiker und Songwriter William Clapson, der mit seiner gigantischen Stimme immer wieder tiefgehende Songs mit bewegenden Gefühlswelten erschafft. Der auf Mallorca lebende Brite veröffentlichte erst im August 2021 sein Debütalbum You Don’t Feel Like Home,die daran anschließende EP You Once Were Home ist gerade mal ein paar Monate alt. Nun geht es mit The Year We Lost direkt weiter.
Nachdem Jack in Water auf seinem Debütalbum seine tiefsten Gefühlswelten und dunkelsten Erfahrungen musikalisch verarbeitet hatte, wandte er sich mit dem ersten Lockdown 2020 nach Außen und schrieb für und über Menschen, die mit einem „song gift“ einer nahestehenden Person eine Freude aus der Ferne machen wollten. Eine Auswahl der so entstandenen Songs fasste er nun unter dem Titel The Year We Lost zusammen. Die bereits erschienenen Singles “Let Down Your Guard” und “The Time of One French Indie Film” geben bereits einen eindrucksvollen Ausblick auf die gefühlsvolle und intime Stimmung der EP, wo er mit seiner umarmenden Stimme in gewohnt melancholischer Manier in seine Geschichten entführt.
Clapson wuchs in einem kleinen Dorf in Essex auf, wo er von klein auf die verschiedenen musikalischen Einflüsse seiner Eltern aufsog. Sein Vater führte ihn mit Bands wie Radiohead und Blue Nile in die volle musikalische Bandbreite von Melancholie und Drama ein. Bei seiner Mutter war das Wohnzimmer meist erfüllt von den kraftvollen R&B- und Soul-Stimmen von Aretha Franklin und Diana Ross. Es war diese Mischung aus melancholischer Post-Rock-Instrumentierung, gepaart mit den emotionalen, kraftvollen Stimmen dieser großen Sängerinnen, die ihm den Zugang zu seiner zutiefst authentisch-emotionalen Musik eröffnete.
Auf seiner neuen EP The Year We Lost geht es Clapson um die verbindende und auch tröstende Kraft von Musik. Er erzählt: “Ich wollte den Leuten etwas geben, das sie einem Freund oder einem Familienmitglied, das sie vermissen oder dem sie einfach eine Nachricht schicken wollen, geben können und das sie ihnen näher bringt“. Der Entstehungsprozess der EP war demnach maßgeblich durch die Corona-Pandemie geprägt. Aber auch musikalisch sah William Clapson diese neuen Umstände als Chance, sich ein Stück weit neu zu erfinden. „Die EP ist sehr zurückgenommen und minimalistisch, vielleicht mit Ausnahme von Leo. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht in der Lage war, in das eigentlich angemietete Studio zu gehen, also habe ich mein Keyboard und meine Akustikgitarre zu Hause benutzt und ein Mikrofon. Ich mochte es sehr, in diesem sehr minimalistischen Stil aufzunehmen und zu produzieren, und ich glaube, das wird auch mein nächstes Projekt beeinflussen.“ Als Anekdote aus dieser Zeit erzählt er außerdem: „Wenn man genau hinhört, kann man bei einem der Tracks eine wirklich wütende Katze von meinem Nachbarn hören.“
PHOTOCREDIT: Jack in Water (C) BY Francisco Ubilla via popup-records
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