„Glam Brush“ – Kunstausstellung von Fady Maalouf in der Villa Bernadotte, Berlin

„Es muss nicht immer Kaviar sein“, auch ein 3 Sterne-Koch ist sich nicht zu schade, für Freunde und Stammgäste zur Abwechslung ein zwangloses Picknick auszurichten, zumal er dabei zweifellos mit Nonchalance auch seine Genialität gegenüber dem Hobbykoch unter Beweis stellen kann, der mit viel Begeisterung, aber etwas weniger Knowhow, seine Buletten brutzelt.

Genauso hat Fady Maalouf am 7. März in der Sing City Bar in Charlottenburg anstelle eines hochkarätigen Konzerts seinen Fans mit einer unkonventionellen Karaoke-Veranstaltung einen zauberhaften Abend beschert.

 

Einmal mit seinem Star ein Duett singen, wer träumt nicht davon! Für alle, die sich dies zutrauten, wurde der Traum zur Wirklichkeit. Auch wer sich nicht zur Nachtigall berufen fühlte, hatte bestimmt trotzdem eine Menge Spass. 

Auf diese Weise auf den Sonntag eingestimmt, versammelte sich bei wunderbarem Frühlingswetter eine gut gelaunte Besucherschar vor der Villa Bernadotte, um sich Fadys dritte Gemälde-Ausstellung „Glam Brush“ zu Gemüte zu führen.

Ein reichhaltiges Buffet mit den verschiedensten Leckereien und Getränken erwartete die Gäste, die herzlich willkommen geheissen wurden.

Aber wer denkt zuerst ans Essen, wenn einem Fady Maaloufs neueste Werke live und in Farbe von den Wänden und Tischen her zuwinken: „Hereinspaziert in Fadys Welt!“ 

Jedes dieser unglaublich lebendigen Gemälde war im Grunde ein Fenster, durch das dem Betrachter ein Blick in die Fantasie- und Gedankenwelt des Künstlers gewährt wurde. Das Tor zu „Narnia“ oder eine Zugfahrt ab „Gleis 9 ¾“ hätte kaum spannender sein können.

Einige Bilder luden zu einer Abenteuer-Reise ein, die man nur beim Reisebüro „Fantasy“ buchen kann: mit der Taschenlampe durch Harry Potters Zauberwald schleichen, auf der „Topaz“ mit Piraten in der Karibik segeln, den Planeten Pluto aus der nahen Vogelperspektive betrachten, die Geister der legendären Inkas beschwören, ein ganz besonderes Äffchen aus einem tibetischen Kloster bestaunen, einem Engel mit goldenen Flügeln begegnen oder mit dem absoluten Prunkstück dieser Ausstellung „Dreams“ auf einem Traumpfad zur eigenen Seele wandeln.

Aber auch im „Hier und Jetzt“ gab es die verschiedensten Destinationen zu besuchen: vom Eismeer bis zu südlichen muschelbestückten Stränden, von der berühmten „Alhambra“ in Granada zum „Moulin Rouge“ in Paris und weiter zu einem mit Rosen überwachsenen geheimen Tempel in Kambodscha. Im „Indian Summer“ spürte man die wohlige Wärme, der sich vor dem Winter nochmals aufbäumenden Sonne auf der Haut und immer wieder begegnete man faszinierenden Persönlichkeiten.

Gelernt ist gelernt und so war zu guter Letzt auch ein Besuch bei verschiedenen Laufsteg-Schönheiten eingeplant, wozu ist man schliesslich gelernter Mode-Designer!

Das Spektrum der dargestellten Themen war sehr breit gefächert, ebenso wie die Art der Umsetzung, so dass sicherlich jeder Besucher einen Favoriten finden konnte, von dem er sich besonders angesprochen fühlte.

Eine besonders nette Geste des Künstlers – die Bilder wurden nicht dem Meistbietenden zugesprochen, sondern unter den jeweiligen Interessenten verlost und für’s ganz schmale Budget gab es wunderschön bemalte Gebrauchsgegenstände zu erwerben, so dass jedem Besucher die Möglichkeit geboten wurde, ein Werk seines Lieblings-Künstlers mit nach Hause nehmen zu können, sofern man das wollte.

Einmal mehr hat Fady Maalouf auch als Maler einen tiefen Eindruck hinterlassen und es bleibt zu hoffen, dass er auch in Zukunft immer wieder von einem Farbenrausch befallen werden wird.

Zunächst aber freuen wir uns wieder auf seine musikalische Seite: sein nächstes Konzert „Feelings“ findet am 30.5.2015 im Internationalen Theater in Frankfurt statt.

 

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