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Wanda beim Kesselfestival in Stuttgart

Wanda Kesselfestival
Wanda Kesselfestival

Am 01. Und 02. Juni 2019 fand in Stuttgart das Kesselfestival statt.  Und da ergab sich für mich dann auch endlich einmal die Möglichkeit, Wanda live zu erleben. Der Rest war dann erst einmal – teils nicht begeistert erwartete – Deko. Da mich das Programm des ersten Tages nicht besonders interessierte, bin ich erst am 02. Juni in Richtung Stuttgart aufgebrochen.

Das Festival

Da ich nicht zum ersten Mal in Bad Canstatt war und Stadion und Mercedes Benz Museum kenne, war das Festivalgelände für mich leicht zu finden. Die Zeitangaben von der Haltestelle zum Eingang des Festivals waren allerdings nicht besonders hilfreich, so dass ich relativ spät dran war. Der erste Eindruck war groß. Auf dem Gelände war außerdem ein großer Markt, wie das ganze Festival mit Focus auf Nachhaltigkeit, der VfB Stuttgart war auch vertreten und um zum Eingang des Bühnenbereichs zu kommen (der eine eigene Ticket- und Sicherheitskontrolle hatte), brauchte man locker 10 Minuten – aber nur, wenn man nichts angesehen hat. So hatte ich den ersten Act Megaloh verpasst, bis ich an der Bühne war und habe mich dann erst einmal irgendwo in Bühnennähe in den nicht vorhandenen Schatten gesetzt. Den ersten Act, den ich dann gesehen habe, war Tom Gregory. Der Name sagte mir gar nichts, aber dann kannte ich den ein oder anderen Song doch aus dem Radio. Außerdem war er sehr sympathisch und das bereits zahlreiche Publikum machte den Eindruck, dass es Spaß an seinem Auftritt hatte. Es war auf jeden Fall lohnend, ihm zuzuhören, und war für mich ein sehr guter Auftakt.

Tom Gregory Kesselfestival
Tom Gregory Kesselfestival

Namika

Als nächstes kam nach einer längeren Umbaupause Namika. Ich kann mit ihren Songs überhaupt nicht anfangen, hatte aber die Hoffnung, dass sie live für mich vielleicht ansprechender ist. Doch leider war das nicht der Fall. Ihre Stimme kam leider nicht besonders kräftig rüber (es war teilweise sehr dünn zu hören). Außerdem gefiel mir auch ihre Interaktion mit dem Publikum nicht besonders. Für sie waren sehr viele Familien mit Kindern da, und da hätte ich mir gerade mit den Kindern, die vorne in einen extra abgesperrten Bereich konnten, mehr Ansprache gewünscht. So hat sie bei mir leider nicht punkten können. Weder musikalisch noch menschlich.

Namika Kesselfestival
Namika Kesselfestival

Sehr sympathisch: Max Giesinger

Dagegen hat Max Giesinger, der als nächstes am Start war, bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen.  Ich muss zugeben, dass ich große Probleme habe, im Radio Max Giesinger von den anderen TimJorisWincentJohannesxxx BenzkoWeissOerdingxxx zu unterscheiden. Doch natürlich kannte ich den ein oder anderen Song („Ach, das ist von DEM!“), und er hatte diese Songs auch noch sehr gut präsentiert. Er machte klar, dass er wusste, nicht jeder Festivalbesucher ist wegen ihm da. Aber er hat ganz fantastisch mit dem Publikum jeden Alters interagiert. Da gab es kleine Anekdoten, die Antwort auf irgendeinen Zuruf, und auch immer wieder Hinweise auf den Headliner Wanda. Und das Publikum machte begeistert mit. Es wurde, natürlich besonders bei den bekannten Hits, mitgesungen und richtig gefeiert. Zum Schluss holte er dann drei Kinder, ein Mädchen und 2 Jungen, auf die Bühne und sang mit ihnen. Ok, seien wir ehrlich: Das kleine Mädel hat sie alle an die Wand gesungen. Es war ein toller Auftritt, und ich würde mich freuen, ihn noch mal live zu sehen. Und ein ausgezeichneter Live-Sänger ist er auch. Fanden übrigens auch andere Festivalbesucher, mit denen ich ins Gespräch kam. Und das spricht unbedingt für ihn.

Max Giesinger Kesselfestival
Max Giesinger Kesselfestival

Und dann kamen Wanda

Wanda traten als letzte als Headliner auf. Hier war dann das Publikum ein anderes, die meisten Familie und Kinder verschwanden, und die Wanda-Fans übernahmen. Und ich bekam dann endlich einmal Wanda zu sehen. Um es schon einmal vorwegzunehmen: das Warten hatte sich definitiv gelohnt. Wanda gehört sicher nicht zu den Bands, bei denen die Stimme des Sängers live glockenklar klingt, und die Fans selig auf die Bühne starren. Hier steht aber eine Band auf der Bühne, die einfach wirklich eine richtige Rockshow abliefert. Das ist einfach noch Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Ok, den Rock’n’Roll hört man, die Band kam mit alkoholischen Getränken in der Hand und der Kippe im Mund auf die Bühne und verteilte Bier im Publikum – allein den Sex muss man sich denken (oder vielleicht in den Songtexten suchen). Aber hier passte alles. Ich hatte Glück, dass einige einer Lieblingssongs gespielt wurden. Dazu gab es bereits eine Kostprobe des neuen Albens, dass jetzt im September auf den Markt kommt, und ein bisserl Stage Diving hatte die Show auch zu bieten. Und Sprüche wie „Wir haben kein Konfetti, wir haben Hände!“ machten einfach Spaß. Dazu ein vollkommen ekstatisches Publikum, dass einfach diese Band und die Musik feierte, und dabei eine so positive Stimmung verbreitete – man hatte keine Chance, als sich einfach wohl zu fühlen.  Und so endete dieser Festivaltag mit eine wirklichen Highlight, und ich freue mich schon unheimlich auf die Tour in 2020, für die ich mir direkt Karten gesichert habe.

Wanda 2 Kesselfestival
Wanda 2 Kesselfestival

Insgesamt war es also ein großartiges Festival mit einigen guten bis exzellenten Musicacts, und ich werde da gerne wieder hinfahren, wenn ich die Chance habe.

Fotocredit für alle Fotos: Mic Neumann

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„Das letzte Aufgebot“ Quelle: Junges Theater Bonn - (vorne) Oscar Kafsack, Jari Suppert, Karl Junker, Tristan Witzel, Jakob Rickert / (hinten) Frederik Krischer, Vincent Wiemer, Silas Birkle, David Tereschin

Theatertipp: „Das letzte Aufgebot“ vom und im Jungen Theater Bonn

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