Fettes Line-Up beim Papenburg Festival 2014!

Wingenfelder, Revolverheld, Bosse, The BossHoss und Sunrise Avenue beim Papenburg Festival 2014 – Es war uns eine Ehre!

…“Darf ich bitten
nehmt eure Beine in die Hand
darf ich bitten
zieht eure Köpfe aus dem Sand
darf ich bitten
werft die Gläser an die Wand
darf ich bitten“..

Das Motto des Tages: Tanzt, springt, schreit, singt, dreht durch und feiert das Leben!

 

Und das Papenburg Festival steht seinen Erwartungen in nichts nach. Niemand geht Samstagnacht ohne Schmerzen vom achtstündigen Festival und einem breiten Grinsen im Gesicht nach Haus. Fünf Bands rocken acht Stunden lang die Bühne des NDR-Festivals mitten im schönen Emsland. Die Kulisse: Das Gelände der Meyer-Werft direkt an der Ems mit einem fertigen Schiff direkt neben der Bühne. Etwas ganz Besonderes, so wie auch die angekündigten Bands: Größen wie Revolverheld, Bosse, The BossHoss und Sunrise Avenue und die eher lokale Band Wingenfelder stehen auf dem Programm. Wir begrenzen uns jetzt erst einmal auf Revolverheld und Bosse, zweiter und dritter Act des Abends. 
Revolverheld beginnt mit ihrem Hit vom gleichnamigen Album „Immer in Bewegung“. Die Band ist den ganzen Sommer „in Bewegung“ gewesen, fast ununterbrochen sind die Bandmitglieder rund um Johannes Strate durch Deutschland gereist und haben das Jahr 2014 voll ausgenutzt, was live spielen angeht. Die Songs vom neuen Revolverheld-Album kommen beim Publikum sehr gut an, die alten Sachen jedoch wie erwartet noch viel besser.

(c) Jules

Johannes steht oft vorn auf dem Steg, heizt dem Publikum ein, wirft auch hin und wieder etwas zu den Menschen in den ersten Reihen… Die Band ist gerührt, als das Publikum bei „Ich lass für dich das Licht an“ kurzerhand alleine weitersingt, ohne dass es nötig wäre, dass der Frontmann überhaupt singen muss, so laut ist es. Zwischendurch macht die Band Stimmung mit Klassikern wie „Darf ich bitten“. Johannes erzählt entspannt, dass jeder Einzelne, der hier ist, später zu einer Kreuzfahrt auf dem neuen Schiff rechts neben uns eingeladen ist. Genau mit so etwas bekommt er die Leute auf seine Seite… 😉

(c) Jules

Zum Abschied spielt Revolverheld „Freunde bleiben“ und original 25.000 Menschen (oder wie Johannes sagen würde: „5 Millionen!“) singen mit: „Scheiß auf Freunde bleiben! Scheiß auf Freuuuunde bleiben!“. Es ist eine atemberaubende Atmosphäre, besonders, wenn man auf den großen Leinwänden rechts und links der Bühne die Menschenmassen mit erhobenen Händen sieht. Im Hintergrund steht ein zum Festival gehörendes Riesenrad, was die „Skyline“ des Papenburg Festivals gelungen abrundet.

Direkt nach Revolverheld wird zackig umgebaut und Aki Bosse stürmt regelrecht auf die Bühne. Wer die Musik von Bosse nur teilweise kennt und Sänger Aki noch nie live erlebt hat, wird sich gewundert haben, wie ein Mann bei dieser Art von Musik auf der Bühne so feiern kann. Bosse macht oft ruhige, textlich tiefgründige deutsche Pop-Musik. Doch das heißt nicht, dass man dazu nicht tanzen kann, im Gegenteil. Aki Bosse schreibt Walzer (oder versucht es) und Songs, die an sich Balladen ähneln und trotzdem super tanzbar sind, selbst beim Festival. Mitten in seinem Konzert stoppt der Sänger plötzlich und zeigt auf ein Mädchen in der 5. oder 6. Reihe. Er fordert „dieses blonde Mädchen, was die ganze Zeit mitgesungen hat“ auf, zu ihm zu kommen, er würde dann auch zu ihr kommen. Das Mädchen ist bereits in Tränen aufgelöst und wird nach vorn durchgelassen. Aki selbst springt von der Bühne, klettert über die Absperrung und steht auf einmal in der zweiten Reihe zwischen den Fans. Die Kamera schwenkt natürlich sofort auf Aki und das Mädchen, um alle 25.000 Zuschauer an diesem Moment teilhaben zu lassen. „Oh Gott, du bist so süß!“ ruft er und nimmt sie kräftig in den Arm. „Wie heißt du?“ „Ich bin Greta!“ und er drückt ihr einen Kuss auf die Wange. Dann singen die beiden gemeinsam „3 Millionen“. Irgendwann verschwindet Aki zurück auf die Bühne und für Greta, völlig hin und weg, geht ein Traum in Erfüllung. Sie sagt: „Kennst du das, wenn du vor einem Konzert solche Visionen über deinen Lieblingssänger hast, was alles passieren könnte? Und dann passiert es wirklich. Ich kann es nicht glauben! Oh mein Gott!“

(c) Jules

Bosse begeistert das Publikum weiter mit Songs wie „Schönste Zeit“. Die zweite Strophe plus Refrain singt erneut nicht der Sänger, sondern die Menschen vor der Bühne. Aki Bosse, der sein letztes Album „Kraniche“ zur Hälfte in Istanbul geschrieben hat, ist perplex. Er dankt zudem den Zuschauern links auf dem Deich, dass sie gleich am nächsten Tag all seine Platten kaufen werden, natürlich mit einem Zwinkern im Gesicht. 

(c) Jules

The BossHoss und Sunrise Avenue, Headliner des Abends, rocken die letzten Stunden des Papenburg Festivals (guckt es auch unter www.ndr.de einfach an) und schließlich endet auch der schönste Tag mit den letzten Tönen der Finnen. Die Sonne ist längst untergegangen. Das bunt beleuchtete Schiff prägt die Umgebung und langsam verläuft es sich. Viele sitzen einfach mitten auf dem Gelände auf dem Boden, einfach um sich auszuruhen, egal wie staubig und dreckig es ist. Es ist ein Festival und da interessiert so etwas niemanden.

DJ Gunnar lässt den Abend ausklingen, die Leute sitzen friedlich zusammen, machen neue Bekanntschaften oder vertiefen bereits vorhandene und alles hat doch im Endeffekt seinen Sinn – Das Papenburg Festival war sowohl für den Veranstalter NDR, als auch für die Band als auch für die Fans ein voller Erfolg.
Auf ein neues in 2015!

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