Fady Maalouf – „Just me“ im „Grünen Salon“ in Berlin

Schon der Jahresausklang im Dezember bei „Winter Glitter“ machte deutlich, dass der Sänger und Songwriter Fady Maalouf seine gesundheitlichen Probleme mit viel Disziplin und Eigeninitiative in den Griff bekommen hatte und in jeder Hinsicht zu einer neuen Form auflief.

Dieser Eindruck wurde am 30.Januar 2015 im „Grünen Salon“ in Berlin zum Auftakt in das neue Konzertjahr wiederum bestätigt und lässt seine Fans mit grosser Vorfreude in die nahe Zukunft blicken.

Eine passende, angenehme Location trägt ohne Zweifel stets zum guten Gelingen eines Events bei, und der „Grüne Salon“ machte seinem Ruf alle Ehre. Allein der Name lässt schon erahnen, dass der Besucher in die gemütliche Atmosphäre vergangener Zeiten entführt wird – ein passender Rahmen um eine klassisch ausgebildete Stimme mit Pianobegleitung zu geniessen.

Um ein Konzert dieser Güteklasse abzuliefern, ist es mit einem stimmungsvollen Ambiente allein allerdings nicht getan. Es braucht auch einen Interpreten, der mit seiner ganzen Persönlichkeit die Bühne in Beschlag nimmt, der mit Stimme, Gestik und Mimik das Publikum in seinen Bann zieht und nicht zuletzt auch einen ebenso begabten Pianisten, der ganz auf die Improvisationsfreude des Sängers eingehen kann.

Fady Maalouf und Simon Anke sind ein solches Dreamteam und sorgten dafür, dass bei diesem Konzert der Funke schnell auf das Publikum übersprang und eine Flamme der Begeisterung entfachte.

Nebenbei bemerkt, zeichnet der Umstand, dass die Künstler ihrer Leistung stets selbstkritisch gegenüberstehen, sie gerade als ebensolche aus und ist der beste Garant dafür, dass man sich nicht auf den Lorbeeren ausruht, sondern sich stetig weiter zu entwickeln sucht.

Im Vorfeld dieses Konzerts drängte sich die Frage auf, was eigentlich unter dem Titel „Just me“ zu erwarten sei, da Fady Maalouf es generell ablehnt, sich in eine Schablone pressen zu lassen. Er möchte  sich die Freiheit bewahren, nach Lust und Laune die unterschiedlichsten Musikstile zu bedienen.

Dass unter diesem Motto viele Songs aus seinen eigenen Alben auf dem Programm standen, versteht sich wohl von selbst. Sie sind es denn auch, die öfters für kleinere oder grössere Freudenschreie im Publikum sorgten und der eine oder andere Besucher dürfte bei den vertrauten Klängen wohl  auch einen dicken Kloss der Rührung im Hals verspürt haben.

Aber diese Werke schöpfen das Potential dieses Künstlers nun bei weitem noch nicht aus und würden der Aussage „Just me“ nicht gerecht werden. So wurden denn auch Cover-Songs, in welchen die  Persönlichkeit des Sängers ein Echo findet, mit viel Herzblut interpretiert  und jeweils mit Charme, Witz und einer gelegentlichen Portion Selbstironie angesagt.

Für die sensible Seite standen „Killing me softly“, „Set fire to the rain“, „Stop“, „I will survive“, „Titanium“ und „Sorry seems to be“, während „You can leave your hat on“ und „Kiss“ mit einem Augenzwinkern die etwas frecheren Charakterzüge demonstrierten.

 „Just me“ bedeutet im Fall von Fady Maalouf eine 5-Oktaven-Stimme, die hauchzart jeden Stein erweichen, oder mit kraftvollen Tönen das Zwerchfell vibrieren lassen kann und ebenso spielend die Tonleitern hochklettert, bis man versucht ist, die Gläser in Sicherheit zu bringen.

 „Just me“ beinhaltet die Gabe, Musik zu leben und den Zuhörer mit einzubinden, und es steht für eine charismatische Persönlichkeit, deren Ausstrahlung auch nach bald 7 Jahren im Fokus der Fans, nichts von ihrer Wirkung verloren hat.

Besonders deutlich machte dies die erste Zugabe „You raise me up“, die mit einer so unglaublichen Intensität gesungen wurde, dass sich jedermann angesprochen fühlen konnte und sich damit vielleicht auch der Wechselwirkung zwischen Künstler und Publikum bewusst wurde.

In welcher „Verpackung“ auch immer das nächste Konzert eingebunden wird, wer „Just me“ miterlebt hat, weiss was im Paket drin ist, wenn „Fady Maalouf“ drauf steht und möchte sich auch dies bestimmt nicht entgehen lassen.

Ein weiteres Talent des Künstlers können Kunstinteressierte am 8. März 2015 bei seiner neuen Ausstellung „Glam Brush“ in der Villa Volke Bernadotte in Berlin erleben.

Nähere Informationen dazu findet man unter www.fadymaalouf.de {fcomment}

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