Welche Food-Trends sich immer stärker entwickeln

Bild von Bernadette Wurzinger auf Pixabay

Der Umgang mit Lebensmitteln und das Essverhalten vieler Menschen ändern sich aktuell sehr stark. Die Esskultur erfährt durch die immer größere Bandbreite an Ernährungssystemen und Entwicklungen in der Lebensmittelproduktion einen großen Wandel. Das Konsumverhalten wird in vielen Bereichen bisweilen immer extremer. Hier die interessantesten Food-Trends.

Regionalität punktet

Die schier unendlichen Möglichkeiten, überall und zu jeder Jahreszeit Lebensmittel aus aller Welt zu bekommen, haben im Zusammenhang mit der Klimaproblematik zwischenzeitlich zu einer Rückbesinnung auf nationale und regionale Produkte geführt. Die Reorientierung an heimische Rezepturen, Speisen und Waren führt zu einer Stärkung der örtlichen Bauern und Betriebe. Diese haben den Trend erkannt und sich digitaler aufgestellt, sodass Biohofläden inzwischen einer breiteren Masse via Homepage und soziale Medien bekannt werden. Die Verbraucher vertrauen Local Food sowohl bei den Inhaltsstoffen wie auch der Produktion. Für viele wird der regionale Einkauf als Highlight der Woche zelebriert. Ob auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen, das Probieren der ein oder anderen Ware sowie die Menschen, die die Lebensmittel produzieren, kennenzulernen und mit ihnen über die Produkte oder Rezepturen zu reden, gibt ein ganz besonderes Gefühl und ist gleichzeitig eine Wertschätzung der Ware und den Produzenten gegenüber.

Do-it-yourself auf dem Vormarsch

Es begann mit dem eigenen Kochen, was vielen Menschen, die auf ihre Gesundheit achten, wichtig wurde. Inzwischen geht der Trend noch weiter bis zum eigenen Anbau im eigenen Garten oder dem Balkon. Selbst auf der Fensterbank gedeihen problemlos Kräuter und Pflücksalat. Im urbanen Raum werden Dächer zu Dachgärten und auch Schrebergärten verlieren ihr angestaubtes Image und werden so begehrt, dass es schon lange Wartelisten bei den Vereinen gibt. Im Internet mehren sich Plattformen, die alles zum Thema Gärtnern, Kochen, Backen, Lebensmittelbevorratung und Zubereitungsform offerieren. Von bebilderten Schritt-für-Schritt-Rezepten über Kochschul-Videos bis zu Pflanzratgebern findet das DIY-Herz alles, was es zum Werkeln in Küche und Garten benötigt. Wem das zu kompliziert ist, bestellt alternativ eine Box aus einzelnen Zutaten samt Rezept ganz einfach nach Hause.

Pro Gesundheit und gegen das Altern

Nicht mehr nur klassische Ökos oder Sportler verfolgen einen bestimmten Ernährungstrend. Auch Otto Normalverbraucher kauft vegane Proteinriegel ohne Zucker oder informiert sich, wie ein perfektes Mahl nach Paleo auszusehen hat. Gemüsekistenlieferungen sind ebenso im Trend wie auch die Tendenz zu rein pflanzlichen Produkten wie Hafermilch Pulver und weniger tierischen Produkten. Bei den einen steht das Tierwohl im Vordergrund, bei anderen der Wunsch, durch achtsame Ernährung typischen Zivilisations- und Alterserkrankungen vorzubeugen. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, achtet sehr viel stärker auf gesunde Inhaltsstoffe. Das reicht auch in den To-Go-Snackbereich hinein. Wo es lange Zeit größtenteils nur ungesundes Fast Food gab, finden sich auch immer mehr gesunde Alternativen.

Fazit

Die Phase, in der alles bei der Ernährung auf schneller, einfacher, unkomplizierter getrimmt war, scheint eine Gegenbewegung gefunden zu haben. Zwar gibt es nach wie vor einen riesigen Markt an industriellen Fertigprodukten, diejenigen, die eine ursprüngliche Ernährung bevorzugen, werden jedoch täglich mehr. Die Kunden, die mehr Wert auf Regionalität, gesunde Inhaltsstoffe und sogar eigenes Anbauen und Kochen von Lebensmitteln legen, finden sich in allen Bevölkerungsschichten.


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