pranke5041_small_by_Michael Jungbluth

PRANKE neues Video “Hold The Line”

Und gleich noch ein Appetithappen aus dem Hause Staatsakt. Das wirklich hervorragende neue Video “Hold The Line” aus dem diesen Freitag erscheinenden Album von Pranke

Pranke ist ein Duo das tut, was ein Duo tun muss: Auf direktem Wege und mit großer Spielfreude interagieren und experimentieren. 1+1 macht nun mal 3. Denn dort wo zwei Gehirne aufeinandertreffen, entsteht immer ein Drittes. Hat schon William S. Burroughs gesagt. Und der muss es gewusst haben.

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Pranke – Hold The Line

Die zwei Pranke-Köpfe sind Daniel Bödvarsson an Gitarre und Gesang sowie Max Andrzejewski an Schlagzeug, Synthesizern und ebenfalls Gesang. Ein isländisch-deutsches, also irgendwie typisches Berliner Paar der Jetztzeit auf den Pfaden anderer großer musikalischer Ehen der Experimentierfreudigkeit wie Silver Apples, Godley & Creme, ZA! oder Mouse on Mars. Pranke bieten eine locker aus den vier Ärmeln geschüttelte, unverschämt gut verpackte Post-, Math- wie Jazzrock-Fusion, die nicht selten so klingt, als würde Captain Beefhearts Magic Band gerade eine ECM-Party sprengen.

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PRANKE – RW

Daniel Bödvarsson ist nicht nur einer der aktuell schillerndsten E-Gitarristen zwischen Berlin und Reykjavik. Er ist auch ein verdammt guter Sänger, der in seiner Fragilität mitunter an den großen David Sylvian erinnert. Oder an den viel zu früh verstorbenen Mark Sandman, Sänger und Bassisten der Bostoner Band Morphine. Im Harmoniegesang mit seinem kongenialen Partner, dem umtriebigen und hochenergetischen Drummer Max Andrzejewski bewegen sie auch schon mal Adorno zum Jazz. Gut, der alte Jazzhasser Adorno ist lange tot, aber Prankes „Adorno“-Chorus kling einfach so wunderbar nach 10cc, und dank ihres Überhits „I don’t like Reggae“ wissen wir es doch alle eh längst: „I don’t like Kritische Theorie. I love it!“

Albumcover MONKEY BUSINESS - PRANKE
MONKEY BUSINESS – PRANKE

Überhaupt: Sagenhaft gut produziert ist dieses „Monkey Business“. Dafür zeigt sich wieder einmal der Berliner Produzent Moses Schneiderverantwortlich. „Es ist überhaupt nicht meine Musik, aber ich muss euch unbedingt aufnehmen!“, soll er zu Pranke nach einer Show gesagt haben. Dieses Experiment darf als absolut geglückt bezeichnet werden: Pranke zeigen auf ihrem Debütalbum wie blühend kreativ die junge Berliner Jazzszene aktuell ist, denn in diesen Kreisen bewegen sich diese beiden Musiker ansonsten in unzähligen Formationen als Komponisten und Improvisatoren. (z.B. in „Max Andrzejewski´s HÜTTE“; in Zusammenarbeit mit Greg Cohen oder Kalle Kalima; mit dem isländischen Popsänger Högni und vielen mehr.) Mit Pranke ziehen sie aber nun in die Nachbarschaft von Bands wie Deerhoof, oder zu ihren Freunden von ZA!, mit denen sie im Winter 2018 / 2019 gemeinsam auf Tournee gehen werden. 

Einfach mehr Körperlichkeit wagen, auch mal laute, bröselige, bröckelige Rockbreaks spielen, und vor allem der Musik das Kleid eines Liedes verpassen. Mit Riffs zum Festhalten! Denn wenn wir Pranke-Songs wie „Come Closer“ oder „RW“ hören, dann ist das zwar avantgardistischer aber vor allem auch catchy Pop, der stets größer klingt als ein Duo… Und wenn die beiden mit Kurt Vonneguts Gedicht „Bokonon’s 53rd Calypso“  auf Van Dyke Parks’schen Pfaden auf ganz eigene Art und Weise das Amerika, das wir alle einmal geliebt haben, wiederentdecken, ,dann möchte man diese Song-gewordenen Zeilen sofort an jede Hauswand twittern: „Oh, a sleeping drunkard, up in central park, and the lion hunter in the jungle dark, and a chinese dentist and the british queen, all fit together in the same machine. Nice, nice, very nice, so many different people in the same device“.

Wir sagen es erneut: Was für ein Duo! Zukunftsorientiert und in alle Richtungen offen, haut und streichelt die Pranke ihren Hörern die Musik um die Ohren. 

PRANKE LIVE!

Und besucht eines ihrer Konzerte:

06.12. Berlin, Urban Spree (Release Party)
07.12.2018 Chemnitz, Lokomov
Tour mit Za! im Winter

Web:
pranke.bandcamp.com/releases
www.facebook.com/prankepranke
maxandrzejewski.de

Quelle: STAATSAKT – Foto: Michael Jungbluth

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