Die Brightoner Postpunkband Egyptian Blue kündigt mit der Single „Skin“ ihr Debütalbum „A Living Commodity“ an, das am 27.10. erscheinen wird. Nach zwei EPs, Tourneen mit The Murder Capital und Foals und einer Covid-Zwangspause pünktlich zum ersten Höhepunkt öffentlicher Aufmerksamkeit, darf man hier wohl mit Fug und Recht von einer „langerwarteten“ Platte sprechen.
Die Inselpresse ist bereits in aufgeregte Verzückung versetzt, denn mit „Geisha“ (Tonnes of fun – CLASH) und „Matador“ (A high-octane slice of indie rock – FAR OUT MAGAZINE) sind kürzlich die ersten beiden Vorboten zum Debüt erschienen.
Für „Skin“ ließ sich das Trio von einer Erzählung über einen nervös zuckenden Chirurgen inspirieren (was im Übrigen auch eine schöne Metapher für den komplex lärmenden Sound der Band ist), während sich die Gitarren zugleich an Public Image Ltds Song „Metal Box“ orientieren. Auch die Undergroundband The Shakers aus den 60ern stand Pate: „Skin ist ein Song, den ich an einem heißen Sommertag schrieb. Ich war zu dem Zeitpunkt absolut in The Shakers vernarrt. Es ist ein einfacher Song der strukturell ein wenig unkonventionell ist. Es spielt mit dem Motiv, dass in dem einen Moment alles in Ordnung ist und im nächsten plötzlich nichts mehr“, so Sänger Andy Buss.
Diese Beschreibung passt sicher auch auf die Zwangspause der vergangenen Jahre: Die Corona-Zeit nutzten Egyptian Blue, um weiter Songs zu schreiben. „Als wir wieder im Proberaum sein konnten, fügte sich dann alles fast wie von selbst zusammen“, erzählt Andy. „Es war keine einfache Zeit, aber ich kann mich nur noch an die guten Dinge erinnern.“
Währenddessen wurde die Band von britischen Musikerkolleg:innen längst als eine der besten neuen Gruppen des Landes gepriesen. Joe Talbot von den IDLES schwärmt von einer „fucking sick“ Band und wählte Egyptian Blue für die BBC Introducing-Stage beim Glastonbury 2022 aus. Yannis Philippakis, ein weiterer bekennender Superfan, lud die Band persönlich als Support für die Foals-Arenatour ein.
In Deutschland kann man sich demnächst im Rahmen des Reeperbahn Festivals von der Qualität der Band überzeugen. Wer dem Sound von Fontaines D.C., shame oder Black Midi zugetan ist, sollte Egyptian Blue unbedingt im Blick behalten.
Quelle: Yala / Virgin Music – Fotocredit: Steve Gullick
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