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„20:14“, das ist der Moment, kurz bevor es losgeht, die Ruhe vor dem Sturm. Ein Moment, der extrem schnell vorbei sein, aber auch eine gefühlte Ewigkeit dauern kann. Ein Moment jedenfalls, in dem es drauf ankommt. Und genau das ist das Gefühl, das Marvin Game in seinem neuen Album einfängt: „20:14“.

(c) by immerready /Believe

 

Angesichts seiner starken Präsenz und der mittlerweile zehn Jahren Erfahrung im Rap-Game klingt es beinah unglaublich: „20:14“ ist tatsächlich Marvin Games Debütalbum. Nach einer Reihe von EPs und diversen Kollabos mit seinen Immer.Ready-Kollegen präsentiert sich der Berliner auf „20:14“ nun von einer Seite, die ihm nach seinem Hit „Kiffer“ manch einer nicht zugetraut hätte: reflektiert, nachdenklich, den essenziellen Themen des Lebens zugewandt – aber dabei so optimistisch und fokussiert wie eh und je. Und musikalisch natürlich auf der Höhe der Zeit.

„Traurige Songs wird man auf meinem Album nicht finden“, erklärt Marvin seine Herangehensweise. „Meine EP ‚Hennessy & Auto-Tune’ war stilistisch bereits ein Schritt in diese Richtung: keine Trap-Banger, sondern eher Songs in Richtung Popmusik – und keine Lyrics über andere Rapper.“ Während anstelle der üblichen Rap-Eitelkeiten also vielmehr persönliche Themen die größte Rolle auf „20:14“ spielen, herrscht auf den zwölf Songs dabei eine strikte Policy: Kein Rumgeheule. Nicht, wenn das Leben ihn zu hart testet wie auf „Keine Menschen“, wenn der Weg zum Erfolg steinig ist wie auf „Kleine“ feat. Bausa. Auch nicht, wenn sie die Richtige war, aber eben die „Falsche Zeit“. Oder eben nicht die Richtige, wie auf „Kryptonit“ feat. Adesse. Egal was, Marvin bleibt seiner Philosophie treu.

„Mit dieser ‚Alles ist scheiße’-Einstellung kann ich einfach nichts anfangen. Mir geht es um eine positive Geisteshaltung, auch wenn ich mich den negativen Seiten des Lebens natürlich nicht verschließe.“ Und so reflektiert Marvin neben seinem oft aufreibenden Workaholic-Lifestyle eines selbständigen Musikers auch ganz unverblümt seinen Umgang mit Frauen, Freunden und ehemaligen Freunden – ohne jedoch auch nur eine Sekunde auf die Tränendrüse zu drücken. „Ich glaube nicht an Zufall und genau deswegen geht’s mir gut“, sagt Marvin Game auf „20:14“. „Wieso also darauf hinarbeiten, irgendwann glücklich zu sein, anstatt einfach in diesem Moment glücklich zu sein?“ Eben. 

Links:

Marvin Game @ Official Website
Marvin Game @ Facebook
Marvin Game @ Instagram

Quelle: Believe 

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